Reisetagebuch Spitzbergen - Grönland - Island im Sommer 2008

Sonntag, 7. September 2008

Entgegen allen Befürchtungen war die Nacht auf See recht ruhig.
Da sowieso nichts besonderes geplant ist gibt es heute eine Stunde später Frühstück. Danach beobachte ich eine Weile das endlos erscheinende Meer von der Brücke aus. Damit uns die Zeit nicht zu lange wird hören wir einen interessanten Vortrag über den Walfang in Spitzbergen im 17. Jahrhundert. Am Nachmittag gibt es noch einen Vortrag über Gletscher.
Unter dessen fährt unser Schiff fast westwärts:
08:55 UTC: 77 56.599' N, 2 53.897'E
15:21 UTC: 76 55.574' N, 0 55.218'W

Montag, 8. September 2008

Noch ein Tag auf See.
Heute ist es etwas unruhiger als gestern, aber das ist kein Problem. Es ist etwas neblig, also gibt es nicht viel zu sehen. Ohne den Nebel wäre aber auch nur Wasser zu sehen und Nebel ist ja eigentlich auch Wasser.
Am Vormittag gibt es einen Vortrag über Walrösser - oder heisst es Walrosse? Oder Wal... Ach, egal! über die Geschichte Grönlands erfahren wir einiges am Nachmittag.
Wir entdecken etwas Packeis (16:37 UTC: 7345.185 N, 15 3.086W).

Dann gibt es wieder nichts außer Wasser und die Einladung zu einer Besichtigung des Maschinenraums wird so dankbar angenommen.
Nach dem Abendessen gibt es noch ein Vortrag über das rauhe Leben der Forscher auf Spitzbergen im Winter.
Eigentlich war es für morgen geplant im Kejser Franz Joseph Fjord zu landen aber leider zeigt die aktuelle Eiskarte eine weitgehende Eisbedeckung im Fjord an und so werden wir voraussichtlich im Kong Oscar Fjord landen.
Gegen 23:30, nachdem es nun richtig dunkel ist, können wir sehr gut Polarlichter beobachten.

Dienstag, 9. September 2008

Früh aufstehen! Der Weckruf ist um 7:00 Uhr, Frühstück um 7:30. Wir fahren in Richtung Kong Oscar Fjord. Die Sicht ist hervorragend, überall kann man den uns umgebenden Nebel gut erkennen. Zur Abwechslung zeigen sich zwischendurch eine Robbe und ein paar Vögel. Warum sind wir eigentlich so früh aufgestanden?
(09:54 UTC: 72 17.131' N, 19 58.964' W)

Nebel, Nebel, nichts als Nebel...

Wenn man draußen schon nix sieht: Ein Blick in unsere Kabine

Die Schwimmwesten sind bereit für die nächste Landung

Nebel... Laura, Hilary und Herbert auf der Schiffsbrücke. Nebel!

Am späteren Nachmittag landen wir in Antarctica Havn am Fjordeingang. Hier befand sich eine Trapperhütte von der leider nur noch Reste übrig sind. In einiger Entfernung sehen wir ein paar Moschusochsen. Die Gegend besteht aus Tundra und Bergen. Uns gefällts!

Land in Sicht!!!

Es geht in die Zodiacs!

Unser Schiff: "Professor Multanovskiy"

Die Hütte hat schon bessere Zeiten erlebt

Antarctichavn (Gebaut 1930 von der Möre Expedition)

Schädel eines Moschusochsen

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Klaus-Dieter Friedrich , September 2008    Datenschutzerklärung